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Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Veranstaltungen im Herbst 2019

Seminar: Das Grundrecht der Selbstbestimmung

Im Spannungsfeld von Wohl und Wille

Es ist für Pflegepersonen und Angehörige nicht immer leicht, den Willen ihrer Patient*innen zu verstehen und zu akzeptieren. Immer wieder stehen Meinungen und Wünsche im Gegensatz zum eigenen „Gutmeinen“ und Fachwissen. Besonders schwierig ist es, den mutmaßlichen Willen der Patientin und des Patienten zu erfahren, wenn eine verbale Kommunikation nicht mehr möglich ist. Das erzeugt manchmal Unsicherheit in der Pflege und Betreuung. Durch die Besprechung von Rechtsgrundlagen und das Aufzeigen von Grenzen und Möglichkeiten wird im Seminar versucht, den Pflegepersonen für die Pflegepraxis Wissen – und damit Sicherheit – im Umgang mit diesem sensiblen und wichtigen Thema zu vermitteln. Anhand von Praxisbeispielen werden die unterschiedlichen Perspektiven besprochen und es wird gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Referentinnen:

  • Christine Haas-Schranzhofer, MSc (Palliative Care), MSc (Pflegemanagement), Akad. Expertin in Intensivpflege, Akad. Expertin in Palliative Care, DGKP, Buchautorin; Pflegedirektorin der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft.
  • Maria Buchegger-Finster, DGKP, Mag., Juristin mit Schwerpunkt Gesundheitsrecht, langjährige Geschäftsführerin einer Behinderteneinrichtung; Unternehmensberaterin und Datenschutzexpertin.

 

Zielgruppe:

Fachkräfte, die in der Betreuung schwer kranker Menschen tätig sind

Teilnehmer*innen: max. 18 Personen

Termin: Donnerstag, 7. November 2019, 9–16:30 Uhr

Veranstaltungsort: Hospizhaus Tirol, Akademie, Milser Straße 23, Hall in Tirol

Teilnahmebeitrag: 85 Euro

Anrechenbarkeit: 8 DFP-Punkte für Sonstige Fortbildung

Anmeldung: bis Donnerstag, 24. Oktober 2019 mittels Online-Formular

Hier finden Sie den Download.

 

Interaktiver Vortrag: Was können wir (noch) tun?

Unterstützung durch die soziale Arbeit

Ergänzend zur medizinischen Versorgung und professionellen Pflege unterstützt die Sozialarbeit bei wichtigen organisatorischen Fragen und Entscheidungen am Ende des Lebens. Anhand von praktischen Beispielen wollen wir aufzeigen, was in der letzten Lebensphase im Hinblick auf die soziale und rechtliche Situation (noch) alles getan werden kann. Mit dem Ziel einer konkreten Verbesserung der Lebenssituation werden offene Angelegenheiten geklärt und geregelt sowie Entscheidungen getroffen. Betroffenenorientierung und die Einbindung der An- und Zugehörigen sind dabei eine wichtige Grundlage. Was würde noch Freude machen? Was kann noch organisiert werden? Gibt es letzte Wünsche? Braucht es Hilfestellung bei der Errichtung oder Änderung eines Testaments? Welche Bestattungsform wird gewünscht? An diesem Abend wird besonders auf die Möglichkeiten zur Stärkung des familiären Umfelds eingegangen und die entscheidenden Unterstützungsformen für Patient*innen und betreuende Personen (z.B. Familienhospizkarenz) werden thematisiert.

Referentinnen:

  • Ulrike Reitmeir, Sozialarbeiterin der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft.
  • Monika Niedermayr, Juristin, ao. Universitätsprofessorin am Institut für Zivilrecht an der Universität Innsbruck.

 

Zielgruppe:

alle Interessierten

 

Termin: Dienstag, 12. November 2019, 18–20:30 Uhr

Veranstaltungsort: Hospizhaus Tirol, Akademie, Milser Straße 23, Hall in Tirol

Teilnahmebeitrag: Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung: keine Anmeldung erforderlich

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Einladung im Anhang oder direkt der Website der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft.

 

Palliativforum: Begleiten und Behandeln im Spannungsfeld der Gefühle.

Tabuisierten Bedürfnissen auf der Spur

Die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen ist in intensiver Weise ein Weg der Gefühle: des Kranken, seiner Angehörigen und der Begleitenden. Durch die besondere Nähe und Kontinuität in der Beziehung zum Kranken und seinen An- und Zugehörigen werden Emotionen direkt erfahren, eigene Emotionen deutlich erlebt. Um Menschen in dieser Situation angemessen begleiten zu können, bedarf es eines „Sich-Einfühlens in die Gedanken- Lebens- und Symptomwelt“ der Patient*innen in Abgrenzung zu erlernten Standards und auch eigenen Normen und Werten. Die Auseinandersetzung mit den vielfältigen, oft auch tabuisierten Gefühlen, einer reflektierten Haltung und Fachwissen ermutigen zu einem kreativen Handlungsprozess. Dieser Prozess wird im Vortrag anhand von konkreten Beispielen verdeutlicht und sichtbar gemacht.

Referentin:

  • Martina Kern, DGKP, Case Managerin DGCC; Ausbilderin für Palliative Care Kursleiter*innen, Leiterin des Zentrums für Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg, Leiterin von ALPHA Rheinland (Ansprechstelle des Landes NRW zur Hospizarbeit, Palliativversorgung und Angehörigenbegleitung), intensive Lehr- und Vortragstätigkeit.

 

Zielgruppe:

Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonen, Psychotherapeut*innen, Seelsorger*innen, Sozialarbeiter*innen, ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen u. a.

 

Termin: Donnerstag, 14. November 2019, 19:30–21 Uhr

Veranstaltungsort: Ärztekammer für Tirol, Anichstraße 7, Innsbruck

Teilnahmebeitrag: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Anrechenbarkeit: 2 DFP Punkte für Allgemeinmedizin

Anmeldung: Keine Anmeldung erforderlich.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Einladung im Anhang oder direkt der Website der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft.

 

 

 

 

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